Virtuelle Entwicklung

Vom Konzept bis zur Freigabe sind wir die Nr. 1 für maßgeschneiderte, modulare Lösungen in der virtuellen Entwicklung.

Durch die Anwendung unserer eigenen Toolketten in den Bereichen Fahrdynamik und hochautomatisierte Fahrfunktionen stellen wir einen hohen Reifegrad unserer Produkte sicher.

In Kooperation mit den Geschäftsfeldern Fahrwerkregelsysteme, Hochintegrationsplattformen und Automatisierte Fahrfunktionen entwickeln wir Simulationssysteme für die jeweiligen Ansprüche. Die entstehenden Synergieeffekte helfen uns bei der stetigen Weiterentwicklung des virtuellen Prototypen und führen zu ausgereiften Produkten für unsere internen und externen Kunden.

Mit unseren virtuellen Prototypen und unserer virtuellen Umfeldsensorik ermöglichen wir die Entwicklung von Fahrzeugkomponenten, bei der reale Fahrzeuge im Entwicklungsprozess nicht mehr notwendig sein werden. 

Wir arbeiten dezentral und fusionieren dadurch Kompetenz für den Volkswagen-Konzern, dazu stellen wir einheitliche Simulationswerkzeuge im Sinne "Simulation as a Service" bereit.

Wir sorgen für einen hohen Qualitätslevel und lassen unsere Simulationsumgebungen und Prozesse von unabhängigen Institutionen qualifizieren.

Ein Tag im Leben von Axel Bindauf

Meine Kollegen und ich arbeiten in drei Teams. Die Modellentwicklung beschäftigt sich mit der Entwicklung von Bedatungsprozessen von Fahrdynamikmodellen und –komponenten. Das Team Vernetzung stellt dazu die Businfrastruktur als Modell bereit und implementiert Steuergerätecode als virtuelles Steuergerät in die Umgebung. Das Team Plattform erzeugt daraus C-Code für verschiedene Plattformen unserer HiL Prüfstände.

Ich bin im Team Vernetzung angesiedelt. Neben der Modellweiterentwicklung und –optimierung liegen unsere Schwerpunkte auf der Schaffung und Nutzung von Prozessen für Continuous Integration zur automatischen Implementierung und dem Test von Modellteilen. Ein Ziel unserer Modellarchitektur besteht darin, diese möglichst fahrzeugnah aufzubauen. Das ermöglicht uns einen einfachen Austausch von SiL Modellen gegen echte Hardware und stellt die Basis für eine Durchgängigkeit unserer Lösungen vom einfachen Konzeptmodell bis zur Integration im virtuellen Gesamtfahrzeug dar.

In Zeiten hochvernetzter Fahrzeugsysteme arbeiten wir daran, perspektivisch die beiden Welten der Fahrdynamik und automatisierten Fahrfunktionen in einer Toolkette zusammenzuführen.
Unser Team tut dies in einem sehr freundschaftlichen Miteinander. Wir arbeiten lösungsorientiert und mit einem hohen Vertrauensverhältnis zusammen. Man kann sich aufeinander verlassen, Absprachen werden eingehalten und alle sind stets offen für neue Lösungen - das wissen wir sehr zu schätzen.

Ein Tag im Leben von Christoph Mayr

Mein Name ist Christoph Mayr und ich bin seit April 2015 ein Teil der EFS. Im Bereich der Virtuellen Entwicklung trage ich als Product Owner die Produktverantwortung für Fahrdynamikmodelle. Das heißt, mein Entwicklerteam und ich modellieren virtuelle Fahrzeuge für die Anwendung im Bereich der SiL- und HiL-Simulation, um damit verschiedenste Tests zur Absicherung der Fahrdynamik durchführen zu können. Dabei gilt es, das Maximale rauszuholen und immer im Blick zu haben, wohin die Zukunft geht.

Unter Verwendung von Carmaker tüfteln bzw. entwickeln wir beispielsweise an eigenen Bremsen-, Dämpfer-, Luftfahrwerk- und Reifenmodellen, welche das vorliegende Grundmodell erweitern um Benutzeranforderungen optimal umzusetzen. Wir agieren somit sowohl in der frühen Phase der Fahrzeugentwicklung, wenn noch keine realen Prototypen existieren, als auch beim Abschluss in der Freigabe zur Serienreife. Dabei muss ich stets auch andere Einflussfaktoren aus den Teams Vernetzung & Plattform im Blick haben, mit deren Product Ownern ich eng zusammenarbeite.

Klar ist die technische Seite in meinem Arbeitsalltag sehr wichtig, aber mindestens genauso wichtig ist als Product Owner die Kommunikation und Koordination mit den Kunden und den jeweiligen Fachabteilungen. Denn nur durch regen Austausch und mit guter Zusammenarbeit kann man die spezifischen Anforderungen an das Produkt richtig identifizieren und unsere Kunden optimal unterstützen.

Unser Team ist von einer ständigen Prozessanpassung und –verbesserung getrieben. So können wir aktuelle Entwicklungsstandards aufrechterhalten und erweitern. Hierbei gehört es natürlich dazu, alle Anforderungen zu dokumentieren; die Automatisierung von wiederkehrenden Prozessen ist aber ebenso essentiell.

Die Virtuelle Entwicklung ist für mich durch außergewöhnlich guten Teamzusammenhalt geprägt. Bei uns darf jeder seine Meinung offen sagen, welche wir dann auch gerne mal in einem humorvollen Miteinander austragen. Ich persönlich schätze auch das flexible Arbeiten – Arbeiten von Zuhause und Stundenausgleich sind nie ein Problem, was auch in dem Vertrauen innerhalb des Teams begründet ist.